Bluthochdruck im Alter: Besonderheiten, Risiken und was Senioren wirklich hilft
Bluthochdruck tritt mit zunehmendem Alter besonders häufig auf. Während bei jüngeren Menschen oft Lebensstilfaktoren im Vordergrund stehen, kommen im höheren Lebensalter zusätzliche körperliche Veränderungen hinzu. Umso wichtiger ist es, Bluthochdruck im Alter frühzeitig zu erkennen und gezielt zu behandeln.
In diesem Artikel erfährst du, warum Bluthochdruck im Alter so häufig ist, welche Risiken bestehen und welche Maßnahmen besonders sinnvoll und sicher sind.
Warum steigt der Blutdruck im Alter?
Mit zunehmendem Alter verändern sich die Blutgefäße. Sie verlieren an Elastizität und werden steifer. Dadurch steigt der Widerstand in den Gefäßen und das Herz muss mehr Kraft aufbringen, um das Blut durch den Körper zu pumpen. Das führt häufig zu erhöhten Blutdruckwerten.
Zusätzlich spielen weitere Faktoren eine Rolle:
- Nachlassende körperliche Aktivität
- Veränderungen im Hormonhaushalt
- Mehr chronische Erkrankungen
- Häufigere Medikamenteneinnahme
- Veränderungen im Salz- und Wasserhaushalt
Warum Bluthochdruck im Alter besonders ernst genommen werden sollte
Im höheren Lebensalter steigt das Risiko für Folgeerkrankungen deutlich. Dazu zählen:
- Schlaganfall
- Herzinfarkt
- Herzinsuffizienz
- Nierenfunktionsstörungen
- Stürze durch Schwindel
- Kognitive Beeinträchtigungen
Gerade weil ältere Menschen oft mehrere Erkrankungen gleichzeitig haben, ist eine gute Blutdruckkontrolle besonders wichtig.
Typische Besonderheiten bei älteren Menschen
Schwankende Blutdruckwerte
Im Alter treten häufiger starke Blutdruckschwankungen auf. Manche Menschen haben zum Beispiel morgens sehr hohe Werte, während der Blutdruck im Laufe des Tages absinkt.
Orthostatische Hypotonie
Beim schnellen Aufstehen kann der Blutdruck stark abfallen, was zu Schwindel und Stürzen führen kann. Das muss bei der Behandlung berücksichtigt werden.
Mehrere Medikamente gleichzeitig
Viele ältere Menschen nehmen mehrere Medikamente ein. Dadurch steigt das Risiko für Wechselwirkungen, was bei der Blutdrucktherapie berücksichtigt werden muss.
Was hilft bei Bluthochdruck im Alter wirklich?
Regelmäßige Blutdruckkontrollen
Regelmäßiges Messen zu Hause und ärztliche Kontrollen helfen, den Blutdruck gut einzustellen.
Sanfte Bewegung
Bewegung ist auch im Alter einer der wichtigsten Faktoren. Geeignet sind:
- Spaziergänge
- Gymnastik
- Wassergymnastik
- Leichtes Krafttraining
Ausgewogene Ernährung
Eine pflanzenbetonte, salzarme Ernährung wirkt auch im Alter blutdrucksenkend. Mehr dazu hier: → Ernährung bei Bluthochdruck
Medikamente richtig einnehmen
Wenn Medikamente notwendig sind, sollten sie regelmäßig und wie verordnet eingenommen werden. Veränderungen der Dosierung sollten immer mit dem Arzt abgestimmt werden.
So können Angehörige unterstützen
Auch Angehörige können eine wichtige Rolle spielen, zum Beispiel durch:
- Erinnerung an die Medikamenteneinnahme
- Unterstützung bei Arztbesuchen
- Motivation zu Bewegung
- Gemeinsame gesunde Mahlzeiten
Fazit: Gute Kontrolle schützt Lebensqualität im Alter
Bluthochdruck im Alter ist häufig, aber gut behandelbar. Wer regelmäßig misst, sich bewegt, gesund ernährt und ärztliche Empfehlungen befolgt, kann auch im höheren Lebensalter seine Lebensqualität und Selbstständigkeit lange erhalten.
Grundlagenwissen findest du im Hauptartikel: → Großer Bluthochdruck-Ratgeber
